SSW 23 · Zweites Trimester
Wenn die Geburt plötzlich näher wirkt
Der Bauch wächst, die Bewegungen sind regelmäßig, die Geburt rückt gefühlt näher. In SSW 23 lohnt es sich, nicht nur das Kinderzimmer vorzubereiten – sondern eure Partnerschaft auf die Zeit mit Baby.
SSW 23 ist oft die Woche, in der viele werdende Eltern zum ersten Mal denken: „Die Geburt ist gar nicht mehr so weit weg.“
Was passiert in SSW 23?
Das Baby wächst weiter und wird immer aktiver. In dieser Woche:
- das Gehör entwickelt sich weiter,
- das Gehirn wächst rasant,
- das Baby reagiert auf Stimmen und Geräusche,
- die Lunge entwickelt sich weiter,
- die Schlaf- und Wachphasen werden deutlicher.
Das Baby ist jetzt etwa so groß wie eine Grapefruit und wiegt rund 500 bis 600 Gramm. Viele Bewegungen sind jetzt deutlich spürbar – manchmal sogar sichtbar.
Warum diese Woche besonders ist
Viele werdende Väter stellen sich in dieser Woche eine neue Frage: „Wann sollten wir anfangen, uns auf die Zeit nach der Geburt vorzubereiten?“
Die Antwort: jetzt. Nicht mit Perfektion, sondern mit Gesprächen. Denn die größten Herausforderungen nach der Geburt entstehen oft nicht durch fehlende Ausstattung, sondern durch ungeklärte Erwartungen.
Diese Woche für dich
Was passiert gerade?
Die Schwangerschaft wird konkreter – und die Zeit bis zur Geburt fühlt sich plötzlich kürzer an.
Das beschäftigt deine Partnerin
Die Geburt, körperliche Veränderungen, Schlafprobleme, Fragen zum Wochenbett und die Zeit nach der Geburt.
Dein Job diese Woche
Nicht nur planen, auch zuhören.
Das solltest du erledigen
- Über das Wochenbett sprechen.
- Die Elternzeit konkret planen.
- Unterstützung durch die Familie besprechen.
- Erste Aufgaben für die Zeit nach der Geburt verteilen.
Das kannst du ignorieren
Den Druck, alles perfekt vorbereitet haben zu müssen. Euer Baby braucht keine perfekte Wohnung, sondern verlässliche Eltern.
Dein Job als Papa
Situation
Die Geburt wird Thema
Dein Job
Informieren und zuhören.
Situation
Deine Partnerin macht sich Gedanken über die Zeit danach
Dein Job
Sicherheit geben.
Situation
Die To-do-Liste wächst
Dein Job
Prioritäten setzen.
Situation
Die Familie bietet Hilfe an
Dein Job
Gemeinsam entscheiden.
Situation
Eigene Unsicherheiten kommen hoch
Dein Job
Offen ansprechen.
Sag das lieber nicht — sag das
Lieber nicht
„Das schaffen wir schon irgendwie.“
Besser
„Wie können wir uns den Alltag erleichtern?“
Lieber nicht
„Darüber reden wir später.“
Besser
„Lass uns jetzt anfangen, darüber nachzudenken.“
Lieber nicht
„Wir brauchen nur die richtige Ausstattung.“
Besser
„Welche Unterstützung wünschen wir uns?“
Lieber nicht
„Ich helfe dir dann.“
Besser
„Welche Aufgaben übernehme ich fest?“
Typische Papa-Fehler
Fehler
Nur über Anschaffungen sprechen
Besser
Über Erwartungen sprechen
Fehler
Das Wochenbett unterschätzen
Besser
Früh planen
Fehler
Hilfe nur als Unterstützung verstehen
Besser
Verantwortung übernehmen
Fehler
Alles allein schaffen wollen
Besser
Unterstützung organisieren
Heute erledigen
Häufige Fragen
Sollten wir uns jetzt schon mit dem Wochenbett beschäftigen?
Ja. Viele Paare unterschätzen diese Zeit. Eine frühe Vorbereitung hilft.
Wann sollte die Elternzeit feststehen?
Je früher ihr eure Wünsche besprecht, desto entspannter wird die Planung.
Müssen wir jetzt schon alles kaufen?
Nein. Konzentriert euch auf die Dinge, die ihr in den ersten Wochen wirklich braucht.
Warum wirkt die Geburt plötzlich so nah?
Weil die Schwangerschaft sichtbarer und die Verbindung zum Baby stärker wird. Das erleben viele werdende Eltern.
Was ist mein wichtigster Job in dieser Woche?
Nicht alles organisieren, sondern gemeinsam Erwartungen klären.
Passend zu dieser Phase
Passend zu dieser Woche
Jede Woche ein Briefing.
Begleite die Schwangerschaft Woche für Woche – direkt in dein Postfach.