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SSW 23 · Zweites Trimester

Wenn die Geburt plötzlich näher wirkt

Der Bauch wächst, die Bewegungen sind regelmäßig, die Geburt rückt gefühlt näher. In SSW 23 lohnt es sich, nicht nur das Kinderzimmer vorzubereiten – sondern eure Partnerschaft auf die Zeit mit Baby.

8 Min Lesezeit·Schwangerschaftswoche für Väter

SSW 23 ist oft die Woche, in der viele werdende Eltern zum ersten Mal denken: „Die Geburt ist gar nicht mehr so weit weg.“

Was passiert in SSW 23?

Das Baby wächst weiter und wird immer aktiver. In dieser Woche:

  • das Gehör entwickelt sich weiter,
  • das Gehirn wächst rasant,
  • das Baby reagiert auf Stimmen und Geräusche,
  • die Lunge entwickelt sich weiter,
  • die Schlaf- und Wachphasen werden deutlicher.

Das Baby ist jetzt etwa so groß wie eine Grapefruit und wiegt rund 500 bis 600 Gramm. Viele Bewegungen sind jetzt deutlich spürbar – manchmal sogar sichtbar.

Warum diese Woche besonders ist

Viele werdende Väter stellen sich in dieser Woche eine neue Frage: „Wann sollten wir anfangen, uns auf die Zeit nach der Geburt vorzubereiten?“

Die Antwort: jetzt. Nicht mit Perfektion, sondern mit Gesprächen. Denn die größten Herausforderungen nach der Geburt entstehen oft nicht durch fehlende Ausstattung, sondern durch ungeklärte Erwartungen.

Diese Woche für dich

Was passiert gerade?

Die Schwangerschaft wird konkreter – und die Zeit bis zur Geburt fühlt sich plötzlich kürzer an.

Das beschäftigt deine Partnerin

Die Geburt, körperliche Veränderungen, Schlafprobleme, Fragen zum Wochenbett und die Zeit nach der Geburt.

Dein Job diese Woche

Nicht nur planen, auch zuhören.

Das solltest du erledigen

  • Über das Wochenbett sprechen.
  • Die Elternzeit konkret planen.
  • Unterstützung durch die Familie besprechen.
  • Erste Aufgaben für die Zeit nach der Geburt verteilen.

Das kannst du ignorieren

Den Druck, alles perfekt vorbereitet haben zu müssen. Euer Baby braucht keine perfekte Wohnung, sondern verlässliche Eltern.

Dein Job als Papa

Situation

Die Geburt wird Thema

Dein Job

Informieren und zuhören.

Situation

Deine Partnerin macht sich Gedanken über die Zeit danach

Dein Job

Sicherheit geben.

Situation

Die To-do-Liste wächst

Dein Job

Prioritäten setzen.

Situation

Die Familie bietet Hilfe an

Dein Job

Gemeinsam entscheiden.

Situation

Eigene Unsicherheiten kommen hoch

Dein Job

Offen ansprechen.

Sag das lieber nicht — sag das

Lieber nicht

Das schaffen wir schon irgendwie.

Besser

Wie können wir uns den Alltag erleichtern?

Lieber nicht

Darüber reden wir später.

Besser

Lass uns jetzt anfangen, darüber nachzudenken.

Lieber nicht

Wir brauchen nur die richtige Ausstattung.

Besser

Welche Unterstützung wünschen wir uns?

Lieber nicht

Ich helfe dir dann.

Besser

Welche Aufgaben übernehme ich fest?

Typische Papa-Fehler

Fehler

Nur über Anschaffungen sprechen

Besser

Über Erwartungen sprechen

Fehler

Das Wochenbett unterschätzen

Besser

Früh planen

Fehler

Hilfe nur als Unterstützung verstehen

Besser

Verantwortung übernehmen

Fehler

Alles allein schaffen wollen

Besser

Unterstützung organisieren

Heute erledigen

Häufige Fragen

Sollten wir uns jetzt schon mit dem Wochenbett beschäftigen?

Ja. Viele Paare unterschätzen diese Zeit. Eine frühe Vorbereitung hilft.

Wann sollte die Elternzeit feststehen?

Je früher ihr eure Wünsche besprecht, desto entspannter wird die Planung.

Müssen wir jetzt schon alles kaufen?

Nein. Konzentriert euch auf die Dinge, die ihr in den ersten Wochen wirklich braucht.

Warum wirkt die Geburt plötzlich so nah?

Weil die Schwangerschaft sichtbarer und die Verbindung zum Baby stärker wird. Das erleben viele werdende Eltern.

Was ist mein wichtigster Job in dieser Woche?

Nicht alles organisieren, sondern gemeinsam Erwartungen klären.

Passend zu dieser Phase

Passend zu dieser Woche

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