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SSW 35 · Drittes Trimester

Die letzten Wochen vor der Geburt

Die Kliniktasche ist gepackt, die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. In SSW 35 beginnt eine neue Phase: weniger vorbereiten, mehr vertrauen – und Ruhe bewahren, auch wenn du selbst aufgeregt bist.

8 Min Lesezeit·Schwangerschaftswoche für Väter

SSW 35 ist oft die Woche, in der viele werdende Eltern merken: Wir könnten bald Eltern sein.

Was passiert in SSW 35?

Das Baby wächst weiter und bereitet sich intensiv auf die Geburt vor. In dieser Woche:

  • die Lunge reift weiter,
  • das Gehirn entwickelt sich rasant,
  • das Immunsystem wird stärker,
  • das Baby baut Fettreserven auf,
  • viele Babys liegen jetzt in Geburtsposition.

Das Baby ist jetzt etwa so groß wie eine Honigmelone und wiegt rund 2.400 bis 2.600 Gramm. Durch den knapper werdenden Platz können sich die Bewegungen anders anfühlen – oft weniger ausladend, aber deutlich kräftiger.

Warum diese Woche besonders ist

Viele werdende Väter stellen sich in dieser Woche oft dieselben Fragen:

  • Woran erkennen wir, dass es losgeht?
  • Wann fahren wir ins Krankenhaus?
  • Wie kann ich als Papa Ruhe bewahren?
  • Was passiert, wenn die Geburt anders verläuft als geplant?

Viele werdende Väter berichten, dass sie sich jetzt in einer Art „Warteposition“ fühlen. Das ist normal. Doch ständige Alarmbereitschaft kostet Energie, die ihr bald brauchen werdet.

Diese Woche für dich

Was passiert gerade?

Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen – jetzt beginnt die mentale Vorbereitung.

Das beschäftigt deine Partnerin

Zunehmende Müdigkeit, Schlafprobleme, Rückenschmerzen, Vorfreude und Nervosität sowie die Frage, wann es losgeht.

Dein Job diese Woche

Ruhe bewahren – auch wenn du selbst aufgeregt bist.

Das solltest du erledigen

  • Die Kliniktasche final überprüfen.
  • Das Auto tanken oder die Fahrroute prüfen.
  • Wichtige Telefonnummern bereitlegen.
  • Absprachen für den Geburtsbeginn wiederholen.

Das kannst du ignorieren

Perfekte Geburtspläne. Geburten verlaufen selten exakt nach Plan.

Dein Job als Papa

Situation

Die Geburt könnte jederzeit beginnen

Dein Job

Ruhe ausstrahlen.

Situation

Deine Partnerin wird ungeduldig oder nervös

Dein Job

Zuhören und Sicherheit geben.

Situation

Die Familie fragt ständig nach

Dein Job

Kommunikation übernehmen.

Situation

Letzte organisatorische Fragen entstehen

Dein Job

Entscheidungen treffen.

Situation

Eigene Anspannung steigt

Dein Job

Bewusst Pausen einbauen.

Sag das lieber nicht — sag das

Lieber nicht

Hoffentlich dauert es nicht mehr lange.

Besser

Unser Baby kommt, wenn es bereit ist.

Lieber nicht

Ich hoffe, wir schaffen das.

Besser

Wir haben einen Plan und gute Unterstützung.

Lieber nicht

Meld dich, wenn etwas ist.

Besser

Ich bin bereit, wenn du mich brauchst.

Lieber nicht

Was, wenn etwas schiefgeht?

Besser

Wir wissen, an wen wir uns wenden können.

Typische Papa-Fehler

Fehler

In ständige Alarmbereitschaft verfallen

Besser

Vertrauen in eure Vorbereitung haben

Fehler

Zu viele Geburtsberichte lesen

Besser

Verlässliche Informationen nutzen

Fehler

Eigene Sorgen verdrängen

Besser

Offen darüber sprechen

Fehler

Nur an die Geburt denken

Besser

Auch die Zeit danach im Blick behalten

Heute erledigen

Häufige Fragen

Kann die Geburt jetzt jederzeit beginnen?

Ja. Auch wenn die meisten Babys später kommen, solltet ihr jetzt vorbereitet sein.

Ist es normal, nervös zu sein?

Absolut. Vorfreude und Nervosität gehören für viele werdende Eltern zusammen.

Müssen wir ständig erreichbar sein?

Ja – aber nicht in permanenter Alarmbereitschaft. Eine gute Vorbereitung gibt Sicherheit.

Was ist, wenn die Geburt anders verläuft als geplant?

Das ist häufig der Fall. Flexibilität ist wichtiger als ein perfekter Plan.

Was ist mein wichtigster Job in dieser Woche?

Ruhe und Sicherheit vermitteln.

Passend zu dieser Phase

Passend zu dieser Woche

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