SSW 40 · Geburt steht bevor
Der errechnete Termin ist da
Der errechnete Termin ist erreicht – und vielleicht passiert noch nichts. In SSW 40 zählt vor allem eins: Geduld. Warum der Termin nur eine Schätzung ist und wie du Druck rausnimmst.
SSW 40 ist die Woche, auf die ihr so lange hingearbeitet habt: Der errechnete Geburtstermin ist da.
Was passiert in SSW 40?
Das Baby ist bereit für die Geburt. In dieser Woche:
- die Organe sind weit entwickelt,
- das Gehirn reift weiter,
- die Lunge entwickelt sich weiter,
- das Immunsystem profitiert von jedem zusätzlichen Tag im Bauch,
- das Baby nimmt weiterhin leicht an Gewicht zu.
Das Baby ist jetzt etwa so groß wie ein kleiner Kürbis und wiegt durchschnittlich rund 3.300 bis 3.600 Gramm. Die Bewegungen können sich anders anfühlen, weil der Platz im Bauch knapp wird. Wichtig ist: Sie sollten weiterhin regelmäßig spürbar sein.
Warum diese Woche besonders ist
Viele werdende Väter stellen sich in dieser Woche immer wieder dieselben Fragen:
- Warum ist das Baby noch nicht da?
- Wann wird eingeleitet?
- Wie gehe ich mit der Ungeduld um?
- Was sage ich Familie und Freunden?
Viele werdende Väter berichten, dass sie jetzt zwischen Hoffnung und Frust schwanken. Das ist normal. Die Herausforderung dieser Woche lautet: geduldig bleiben, obwohl alles bereit ist.
Diese Woche für dich
Was passiert gerade?
Der errechnete Termin ist erreicht – jetzt entscheidet euer Baby über den Zeitpunkt.
Das beschäftigt deine Partnerin
Ungeduld, körperliche Erschöpfung, Schlafprobleme, Sorgen vor einer Einleitung und Druck durch Nachfragen von außen.
Dein Job diese Woche
Druck rausnehmen.
Das solltest du erledigen
- Nachfragen von Familie und Freunden abfangen.
- Gemeinsame Zeit bewusst gestalten.
- Erreichbar bleiben.
- Offene Fragen mit Hebamme oder Klinik klären.
Das kannst du ignorieren
Kommentare wie die ständige Frage, ob das Baby denn immer noch nicht da ist. Ihr müsst euch nicht rechtfertigen.
Dein Job als Papa
Situation
Der Termin ist erreicht
Dein Job
Ruhe bewahren.
Situation
Deine Partnerin wird ungeduldig
Dein Job
Verständnis zeigen.
Situation
Die Familie fragt ständig nach
Dein Job
Kommunikation übernehmen.
Situation
Sorgen vor einer Einleitung entstehen
Dein Job
Informieren statt spekulieren.
Situation
Eigene Nervosität steigt
Dein Job
Offen darüber sprechen.
Sag das lieber nicht — sag das
Lieber nicht
„Warum passiert noch nichts?“
Besser
„Unser Baby kommt, wenn es bereit ist.“
Lieber nicht
„Alle fragen schon nach.“
Besser
„Ich kümmere mich um die Nachrichten.“
Lieber nicht
„Vielleicht sollten wir etwas unternehmen, damit es losgeht.“
Besser
„Lass uns den Tag entspannt verbringen.“
Lieber nicht
„Jetzt wird es langsam Zeit.“
Besser
„Wir vertrauen auf unseren Körper und unsere Begleitung.“
Typische Papa-Fehler
Fehler
Den Termin als Deadline sehen
Besser
Ihn als Orientierung verstehen
Fehler
Eigene Ungeduld weitergeben
Besser
Gelassenheit ausstrahlen
Fehler
Zu viele Einleitungsgeschichten lesen
Besser
Verlässliche Informationen nutzen
Fehler
Druck von außen zulassen
Besser
Grenzen setzen
Heute erledigen
Häufige Fragen
Ist es normal, dass das Baby noch nicht da ist?
Ja. Die meisten Babys kommen nicht genau am errechneten Termin zur Welt.
Wann wird eine Geburt eingeleitet?
Das hängt von verschiedenen medizinischen Faktoren ab und sollte individuell besprochen werden.
Wie gehe ich mit der Ungeduld um?
Indem du den Fokus weg vom Datum und hin auf eure gemeinsame Zeit legst.
Wie kann ich meine Partnerin unterstützen?
Indem du Druck von außen abfängst, den Alltag erleichterst und Ruhe vermittelst.
Was ist mein wichtigster Job in dieser Woche?
Geduld vorleben.
Passend zu dieser Phase
Passend zu dieser Woche
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