SSW 38 · Geburt steht bevor
Die Zeit des Wartens
Alles ist vorbereitet – und trotzdem passiert oft: nichts. In SSW 38 wird Geduld zu einer deiner wichtigsten Aufgaben. Warum Warten zur Geburt dazugehört und wie du Ruhe vorlebst.
SSW 38 ist für viele werdende Eltern eine besondere Phase: Alles ist vorbereitet – und trotzdem passiert oft nichts.
Was passiert in SSW 38?
Das Baby ist bereit für die Geburt. In dieser Woche:
- die Organsysteme sind weit entwickelt,
- das Gehirn reift weiter,
- das Immunsystem entwickelt sich,
- das Baby nimmt weiter an Gewicht zu,
- viele Babys liegen tief im Becken.
Das Baby ist jetzt etwa so groß wie eine Lauchstange und wiegt rund 3.000 bis 3.300 Gramm. Die Bewegungen können sich anders anfühlen, weil der Platz im Bauch begrenzt ist. Wichtig ist: Sie sollten weiterhin regelmäßig spürbar sein.
Warum diese Woche besonders ist
Viele werdende Väter stellen sich in dieser Woche oft eine Frage: „Wie halte ich das Warten aus?“
Weitere typische Fragen:
- Woran erkennen wir echte Wehen?
- Wann fahren wir los?
- Wie gehe ich mit meiner Nervosität um?
- Was, wenn der Termin verstreicht?
Viele werdende Väter berichten, dass sie jetzt ständig aufs Handy schauen und jedes Geräusch anders wahrnehmen. Das ist normal. Aber versuche, nicht in den Daueralarm-Modus zu wechseln.
Diese Woche für dich
Was passiert gerade?
Ihr wartet – und genau das kann anstrengender sein als gedacht.
Das beschäftigt deine Partnerin
Ungeduld, Müdigkeit, Schlafprobleme, körperliche Beschwerden und die Frage, wann es endlich losgeht.
Dein Job diese Woche
Geduld vorleben.
Das solltest du erledigen
- Den Alltag so normal wie möglich gestalten.
- Gemeinsame Zeit bewusst nutzen.
- Erreichbar bleiben.
- Letzte offene Fragen mit Hebamme oder Klinik klären.
Das kannst du ignorieren
Nachrichten, die ständig fragen, ob das Baby schon da ist. Ihr müsst niemanden auf dem Laufenden halten.
Dein Job als Papa
Situation
Deine Partnerin wird ungeduldig
Dein Job
Verständnis zeigen.
Situation
Die Familie fragt ständig nach
Dein Job
Kommunikation übernehmen.
Situation
Die Nervosität steigt
Dein Job
Ruhe bewahren.
Situation
Die Geburt lässt auf sich warten
Dein Job
Geduld vorleben.
Situation
Eigene Unsicherheit kommt hoch
Dein Job
Offen darüber sprechen.
Sag das lieber nicht — sag das
Lieber nicht
„Warum dauert das so lange?“
Besser
„Unser Baby kommt, wenn es bereit ist.“
Lieber nicht
„Spürst du schon etwas?“
Besser
„Wie geht es dir heute?“
Lieber nicht
„Jeder fragt schon nach.“
Besser
„Wir melden uns, wenn es Neuigkeiten gibt.“
Lieber nicht
„Vielleicht geht es heute Nacht los.“
Besser
„Lass uns den Tag so normal wie möglich genießen.“
Typische Papa-Fehler
Fehler
In ständige Alarmbereitschaft verfallen
Besser
Energie bewusst einteilen
Fehler
Den Geburtstermin als Deadline sehen
Besser
Ihn als Orientierung verstehen
Fehler
Druck durch Nachfragen weitergeben
Besser
Erwartungen von außen abgrenzen
Fehler
Nur auf die Geburt fokussieren
Besser
Die Zeit zu zweit bewusst nutzen
Heute erledigen
Häufige Fragen
Ist es normal, dass noch nichts passiert?
Ja. Viele Babys kommen erst nach SSW 38 zur Welt.
Muss ich ständig erreichbar sein?
Ja – aber ohne dauerhaften Stress. Eine gute Vorbereitung gibt Sicherheit.
Was, wenn der Geburtstermin verstreicht?
Das ist häufig und meist kein Grund zur Sorge. Eure Hebamme oder Ärztin wird euch begleiten.
Wie kann ich meine Partnerin jetzt unterstützen?
Indem du Geduld zeigst, den Alltag erleichterst und Druck von außen abfängst.
Was ist mein wichtigster Job in dieser Woche?
Ruhe bewahren. Nicht den Countdown zählen.
Passend zu dieser Phase
Passend zu dieser Woche
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